Lieferung und Werklieferung von Grundstücken – eine Never-Ending-Story

Die umsatz- bzw. grunderwerbsteuerliche Beurteilung einer Grundstückslieferung oder einer Werklieferung eines Gebäudes sind im Regelfall unproblematisch. Schwierigkeiten bei der steuerlichen Einordnung treten jedoch immer dann auf, wenn es sich um Fälle des sog. einheitlichen Vertragswerks handelt.

Einheitliches Vertragswerk/einheitlicher Erwerbsgegenstand

Durch die gleich lautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom (BStBl 2017 I S. 436) nimmt die Finanzverwaltung ausführlich zum einheitlichen Vertragswerk im Rahmen der Grunderwerbsteuer Stellung. Vor dem Hintergrund steigender Grunderwerbsteuersätze führt dieses zu einer erheblichen Kostenbelastung.

Fallvarianten im Überblick

Fallvariante
Umsatzsteuer
Grunderwerbsteuer
Lieferung Baugrundstück und Werklieferung Gebäude durch einen Unternehmer
  • in der Regel einheitliches Vertragswerk
  • insgesamt steuerbar
  • Steuersatz: 3,5 % bis 6,5 %
Lieferung Baugrundstück und Werklieferung Gebäude durch verschiedene Unternehmer, wenn einheitliches Vertragswerk

Lieferung Baugrundstück

Werklieferung Gebäude

  • insgesamt steuerbar
  • Steuersatz: 3,5 % bis 6,5 %
Autor: Jörg Ramb, Dipl.-Finanzwirt (FH), ist seit Juli 2001 als Dozent an der Hochschule für Finanzen Rheinland-Pfalz in Edenkoben und als Autor im Bereich Bewertungsrecht/Erbrecht/Erbschaftsteuerrecht und Umsatzsteuerrecht tätig.

aus: NWB 2017 S. 2853 – 2867 [BAAAG-55975]

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By |2017-09-29T14:59:05+00:00September 11th, 2017|Grundstücke|